Architektur der TI-Plattform (ergänzt um einen Anhang mit den Anwendungsfällen der TI-Plattform)

Urheber: gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH
Version: 2.2.0
Veröffentlichungsdatum: 17.11.2017
Schlagworte: Festlegung der gematik  // Telematikinfrastruktur
Bewertungen der gematik: 1
Kommentare: 1

Beschreibung

Im Konzept Architektur der TI-Plattform ist normativ das Zusammenspiel der Produkttypen der Plattform der Telematikinfrastruktur festgelegt und der Verantwortungsbereich der einzelnen Produkttypen definiert. Diese Festlegungen vervollständigen die spezifischen Festlegungen der Spezifikationen der einzelnen Produkttypen der Telematikinfrastruktur.


Das Dokument ist ein Bestandteil des Dokumentenpakets der gematik und enthält technische und semantische Anforderungen zur Nutzung in Anwendungen nach den §§ 291 und 291a Absatz 2 und 3 SGB V. Die enthaltenen Anforderungen werden entsprechend der über die Dokumentenlandkarte und Produkttypsteckbriefe auf der Webseite der gematik (www.gematik.de) geregelten Verbindlichkeit in Zulassungs- und Bestätigungsverfahren der gematik geprüft.

https://www.gematik.de/

Bewertungen der gematik

  • 17.11.2017

    Die gematik beabsichtigt diese Festlegung in vesta aufzunehmen.
    Im Releaseprozess der gematik wurde die vorliegende Festlegung auf Interoperabilität zu gematik Dokumenten sowie zu weiteren, zum Stand 17.11.2017, bereits in vesta enthaltenen Interoperabilitätsfestlegungen geprüft. Aus Sicht der gematik ist die vorliegende Festlegung mit den bereits in vesta eingetragenen Interoperabilitätsfestlegungen interoperabel.

Kommentare

  • Name: Lars Treinat
    Organisation: ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH
    11.12.2017

    zu 1.3) Seite 10  Hinweis: "Offener Punkt: Alle im Dokument enthaltenen Festlegungen im Zusammenhang mit Anwendungen des Versicherten in der Leistungserbringerumgebung, mit dem LE-AdV-Terminal, mit Fachmodul AdV sowie mit Schnittstellen zu diesen sind als gegenstandslos zu betrachten."

    Dieser Umstand stellt ein gravierendes Problem dar. Spätestens ab Nutzung freiwilliger eGK-Anwendungen müssten die Versicherten die Möglichkeit erhalten, gemäß § 291a Abs. 2 SGB V i.V.m. § 6c Abs. 2 BDSG die auf der Karte (eGK) über sie gespeicherten Daten einsehen zu können. Des weiteren sollten diese Aspekte auch mit Blick auf das Auskunftsrecht der betroffenen Person nach Art. 15 EU-DSGVO dringlich bearbeitet werden.

    zu 3.2) "Einfache digitale elektronische Signatur"

    Mit Blick auf die Notwendigkeit die Authentizität von institutionellen Akteuren sicherzustellen, wäre hier zu prüfen ob für die SMC-B eine fortgeschrittene elektronische Signatur im Sinne des SigG oder ein elektronisches Siegel im Sinne der eIDAS-Verordnung zu berücksichtigen ist. Dies hätte erheblichen Einfluss auf die Nutzbarkeit der TI-Komponenten für Prozessinnovationen bei den Leistungserbringern oder auch in der Kommunikation zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern (z.B. rechtssicherer Ersatz von Papier mit eigenhändiger Unterschrift durch beweiskräftige elektronische Signaturen und Prozesse). Letztlich wäre dies auch der Akzeptanz der TI und der Entwicklung von weiteren Anwendungen nach § 291a Abs. 7 SGB V zuträglich.

Entscheidung der gematik

27.12.2017

Unter Berücksichtigung der von der Fachöffentlichkeit bis zum 15.12.17 abgegebenen Kommentare wird diese Bewertung wie folgt ergänzt:
Neben der bereits im Online Produktivbetrieb (Stufe 2.1) geplanten Kostenträger-AdV wird die gematik die Einsichts- und Zugriffsmöglichkeiten der Versicherten auch hinsichtlich medizinsicher Daten aktueller und zukünftiger Fachanwendungen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben vervollständigen und im Rahmen der Releaseplanung berücksichtigen.

Die gematik wird den Vorschlag einer mit eIDAS konformen fortgeschrittenen elektronischen Signatur und eines elektronischen Siegels mittels der SMC-B prüfen und das Ergebnis der Prüfung in der Releaseplanung berücksichtigen.

Aus diesem Grund wird die vorliegende Festlegung mit dem Attribut „interoperabel“ in vesta aufgenommen.